Robert Toru Kiyosaki – Börsenguru

Kurzportrait

Robert KiyosakiRobert Toru Kiyosaki wurde am 8. April 1947 in Hilo (Hawaii USA) geboren.

Kiyosaki ist insbesondere für seine Bestseller, z.B. Rich Dad, Poor Dad, bekannt. Insgesamt verkaufte Kiyosaki bisher über 26 Millionen Bücher.

Weiterhin ist Kiyosaki ein erfolgreicher Geschäftsmann, der sich mit dem Thema passiven Einkommen, hauptsächlich durch Immobilien, beschäftigt.

Kiyosaki ist der Erfinder des Lernbrettspiels Cashflow 101. Das Spiel dient dazu den Spieler im Umgang mit Geld und im Investieren zu schulen.

Ausbildung

Robert Kiyosaki wurde am 8. April 1947 in Hilo (Hawaii USA) geboren.

Er absolvierte die High-School im Jahr 1965.

Anschließend schloss er 1969 als Deckoffizier mit einem Bachelor of Science ab. Nach einer sechsmonatigen Tätigkeit bei Standard Oil’s wechselte Kiyosaki in die Marine. Im Jahr 1972 diente er als Helikopter-Kampfpilot während des Vietnamkrieges.

Bis zu seiner ehrenvollen Entlassung von der Marine im Jahr 1974, nahm Kiyosaki an einem zweijährigen MBA-Programm teil.

Anschließend arbeitet er als Vertriebsmitarbeiter für Xerox bis Juni 1978.

Im Jahr 1974 besuchte Kiyosaki die Erhard EST Seminare, die laut seinen Aussagen sein Leben veränderten.

Robert Kiyosakis Unternehmungen

Noch während seiner Zeit bei Xerox gründete er im Jahr 1977 die Firma „Rippers“, welche die ersten Nylon- und Velcro-Surfer-Portemonnaies auf den Markt brachte. Die Firma endete in einem Konkurs.

Anschließend gründete er ein Einzelhandelsgeschäft, welches im Jahr 1980 bankrott ging.

Im Jahr 1985 war Kiyosaki ein Mitbegründer des Excellerated Learning Institutes. Diese Business-Education-Firma lehrte Unternehmertum, Investitionen und soziale Verantwortung.

Anschließend  verkaufte Kiyosaki seine Anteile 1994.

Im Jahr 1992 veröffentlichte Kiyosaki sein erstes Werk als Autor: „Wenn Sie reich und glücklich sein wollen, gehen Sie nicht zur Schule“. Durch die provokante Botschaft, die Schule abzubrechen und in die Immobilienbranche einzusteigen, erhielt Kiyosaki eine große mediale Aufmerksamkeit.

Fünf Jahre später (1997) startete Kiyosaki sein Unternehmen Cashflow Technologies, Inc., eine Business- und Finanzbildungsfirma. Dieser Firma gehört die Marken Rich Dad und Cashflow.

Unter der Marke Rich Dad werden eine Reihe von pädagogischen Büchern und Spiele über persönliche Finanzen vermarktet.

Weiterhin wurde von Rich Global LLC Rich-Dad-Seminare vermarktet. Diese erzielten die Haupteinnahmen durch Gebühren von Franchisenehmern.

Die Seminare standen in der Kritik, da den Seminarteilnehmern bei den dreitägigen Seminaren für 500,00 USD, weitere längere sehr hochpreisige Seminare für 12.000 – 45.000 USD pro Teilnehmer angeboten wurden. Einige Teilnehmer kritisierten die Höhe der Kursgebühren und den Inhalt, da das vermittelte Wissen den Preis nicht rechtfertigte.

Der Höhepunkt der Kritik gipfelte in einer Sammelklage und zwei investigativen Dokumentationen gegen Kiyosaki und die Seminare. Infolgedessen meldete Rich Global LLC 2012 Insolvenz an.

Kiyosaki ist inzwischen der Autor von mehr als 26 Büchern, einschließlich der internationalen Buchreihe Rich Dad Poor Dad, die in 51 Sprachen übersetzt wurde.

Die von ihm selbstveröffentlichte Rich-Dad-Buchreihe wurde bisher weltweit über 27 Millionen Mal verkauft.

Lehren – Wie Robert Kiyosaki investiert

Die Finanz- und Geschäftslehren von Kiysosaki konzentrieren sich im Ergebnis auf die Erarbeitung eines passiven Einkommens. Das ultimative Ziel ist die finanzielle Unabhängigkeit, ohne für ein Gehalt durch eine herkömmliche Lohnarbeit.

Für den Weg dahin konzentriert sich Kiyosaki auf Immobilieninvestitionen, sowie Investitionen in Aktien und Rohstoffe.

Er definiert die Begriffe Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, als Dinge, die ein Einkommen erzeugen (z.B. Aktiendividenden, Mieteinnahmen von Immobilien oder Einkommen von Unternehmen) bzw. Dinge, die Geld verschlingen (z.B. Konsum- und Autokredite).

Kritik und Kontroversen

Kiyosaki stand häufig in der Kritik der Medien. Hintergründe hierfür sind zum einen die Wahl seiner Partner (z.B. Amway 1990-1995), die Effizienz seiner Trainings, sowie die Legalität der vermittelten Praktiken.

Weiterhin wurden von der Canadian Broadcasting Corporation Betrügereien bei den Aussagen in den Rich-Dad Seminaren aufgedeckt. Hierzu gehörte auch die Zusammenarbeit mit einem Immobilienunternehmen, dessen Geschäft Kiyosaki durch seine Seminare unterstützen wollte.

Durch die Vermarktung der Rich-Dad-Seminare durch Franchisenehmer, räumte Kiyosaki ein, dass er wenig Kontrolle über die Inhalte der Seminare hatte.

Vielfach kritisiert wird auch, dass seine Bücher keine konkreten Ratschläge enthalten, sondern eher Anekdoten. Kiyosaki verteidigt seine Werke als motivierendes Werkzeug, was den Leser dazu bringen soll, über Geld nach zu denken, anstatt einen Leitfaden für den Erwerb von Reichtum zu finden. Weiterhin gab er bekannt, dass sein „reicher Vater“ eine fiktive Figur ist.

Meinung von Wall Street Stuff

Die Vita von Kiyosaki wirft einige Fragen auf und kratzt stark an dem Bild, welches in den Büchern gezeichnet wird. Nichtsdestotrotz ist „Rich Dad Poor Dad“ ein absoluter Klassiker und besonders gut für junge Menschen und Neulinge, um sich dem Thema Vermögensaufbau anzunähern. Weiterhin ist das Spiel Cashflow 101 ein super Lernspiel und ein absoluter Geheimtipp. Darum ist auch Kiyosaki einer unserer Gurus.

Robert Kiyosaki:Bildquelle via Wikimedia Commons