André Kostolany – Börsenguru

Kurzportrait

André KostolanyAndré Bartholomew Kostolany wurde am 09. Februar 1906 in Budapest geboren.

Er ist einer der ersten Börsenspekulanten, der seine Laufbahn in 20er Jahren begann.

Für Kostolany galt als wichtigstes Instrument die Massenpsychologie.

Die ganze Börse hängt nur davon ab, ob es mehr Aktien gibt als Idioten oder mehr Idioten als Aktien.

Die Psychologie der Massen ist für ihn die wichtigste Wissenschaft im Marktgeschehen. Seine Theorie stützt er mit seiner vielfältigen Erfahrung im Handel mit Aktien, Optionen und Rohstoffen.

André Kostolany ist zu dem einer der am meisten zitierten Börsengurus, da er oft seine Tipps in einfach verständliche Sätze packte.

Leben – der flüchtende André Kostolany

Kostolany wurde 1906 in Budapest (Ungarn) als Sohn eines wohlhabenden Schnapsfabrikanten mit jüdischer Herkunft geboren.

Er besuchte das Gymnasium Katolikus in Budapest und wollte ursprünglich Kunstkritiker, Operndirektor oder Pianist werden. Nach Beendigung des Abiturs schrieb er sich für ein Philosophiestudium an der Budapester Felso Keresdelkemi Akademi ein.

Nach der Flucht aus Budapest nach Wien, auf Grund der Machtübernahme der Kommunisten, begann er eine Ausbildung bei einem sehr erfolgreichen Börsenmakler – Adrien Perquel.

Mit Abschluss seines Volontariats wechselte er als Makler zu Amerongen & Compagnie.

1940 – im alter von 34 Jahren – flüchtete André Kostolany in die USA. Hier übernahm einen Posten als Generaldirektor und Präsident der G. Ballai and Cie Financing Company.

Nach 1945 kehrte er nach Paris zurück, wo er seine spätere Frau Francoise Russell kennenlernte.

Erfolgreicher Buchautor und Journalist

Insgesamt schrieb André Kostolany 13 Bücher, welche in 8 Sprachen übersetzt wurden. Zahlreiche Kolumnen, Vorträge, Fernsehauftritte und sehr gut besuchte Seminare machten ihn weltweit bekannt.

Viele Jahre arbeitete er in München für die Vermögensverwaltung FIDUKA, bei der er neben Gottfried Heller ein Mitgründer war.

Investment-Strategie – Die Psychologie der Massen

André Kostolany verfolgte eine strenge antizyklische Investmentphilosophie. Grund dafür war angeblich ein Erlebnis von Kostolany, wonach sein Onkel einen Zusammenbruch auf Grund eines gescheiterten Aktiengeschäfts erlitt. Man versetzte ihn ein künstliches Koma, woraus er nach 6 Wochen geholt wurde und die Kurse sich inzwischen wieder erholt hatten.

Hierauf entwickelte er später die als “Ei des Kostolanys” bekannte Strategie. Dieses Ei teilt sich in drei Phasen auf:

  1. Die Phase der Korrektur innerhalb eines Hochs oder Tiefs
  2. Die Phase des Stimmungsschwungs, die in eine Kauf- bzw. Verkaufhysterie übergeht
  3. Die Phase Übertreibung welche wieder in die Stimmungsschwungs-Phase übergeht

Wer viel Geld hat, kann spekulieren; wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren; wer kein Geld hat, muss spekulieren.

In der 2. Phase, die dem Anleger die meiste Geduld abverlangt, empfiehlt André Kostolany die Füße still zu halten und nicht auf die Medien und ihre “Experten” zu hören. Hier ist der richtige Zeitpunkt um in ein Anleger-Koma zu fallen.

Werke von André Kostolany

  • Der Friede, den der Dollar bringt
  • Das ist die Börse
  • Kostolanys Wunderland von Geld und Börse
  • Kostolanys Notizbuch
  • Geld, das große Abenteuer
  • Kostolanys Börsenseminar
  • … und was macht der Dollar? Im Irrgarten der Währungsspekulationen
  • Kostolanys beste Geldgeschichten
  • Kostolanys Börsenpsychologie
  • Kostolanys Bilanz der Zukunft
  • Weisheit eines Spekulanten. Im Gespräch mit Johannes Gross
  • Kostolanys beste Tipps für Geldanleger
  • Die Kunst über Geld nachzudenken
  • Geld und Börse – die Kunst, ein Vermögen zu machen

 

Bildquelle  André Kostolany:  via Wikimedia Commons